Perlenketten, Echtpelz und LV Taschen – eine Stadt zwischen Stereotyp und Realität

Die Bewohner sind arrogant, halten sich für etwas Besseres und kleiden sich spießig und eintönig. „Typisch München!“

Jeder von uns, egal ob gebürtiger Münchner oder Zuagroaster, hat sich diese Klischees wohl schon des Öfteren anhören dürfen. München, die Stadt der Schönen und Reichen, der Spießer und der Tracht. Jede Stadt und ihre Bewohner haben mit Vorurteilen über sich zu kämpfen, aber die Münchner und gerade ihr Stil kommen dabei gar nicht gut weg. Doch woran liegt das? 

Ja, wenn man durch die Münchner Innenstadt läuft, sieht man die berühmt berüchtigten Louis Vuitton Taschen häufig, auch Parkas mit Pelzkrägen und große Sonnenbrillen, egal zu welcher Jahreszeit und Wetterlage. Und ja, vielleicht sieht man diesen Stil auch öfter in München als in anderen deutschen Städten. Ein individuelles Styling ist in München kein Zeichen für Stil, für die Münchner bedeutet Stil, nicht auszubrechen sondern auf Altbewährtes, Zeitloses zurückzugreifen. Jedoch sieht man hier Extremtrends, wie breite Schultern oder Oversized Mäntel, öfter als anderswo. Bei den jungen Münchnern stehen Labels an erster Stelle, weshalb auch bekannte Marken wie Balenciaga und Gucci oft im Straßenbild auftauchen. Das liegt aber wohl daran, dass München eine der reichsten Städte Deutschlands ist. Den Bewohnern geht es gut. Und das zeigen einige von ihnen auch nach außen.

Über 1,5 Millionen Menschen leben in München und mit rund 1.113 Multi-Millionären schafft die Stadt es sogar auf Platz 17 im weltweiten Ranking der reichsten Städte. Aber schaut man einmal genauer hin, frei von Vorurteilen dem „ach so traditionellen“ und „unsympathischen“ München gegenüber, findet man auch hier Menschen mit außergewöhnlichen Kombinationen, individuellem und ausgeflipptem Stil, bei dem manch einer behaupten würde, das dieser eigentlich „typisch Berlin“ und „so gar nicht München“ sei. Zwar ist seit dem Mauerfall Berlin die erste Anlaufstelle in puncto Mode, doch sollte nicht vergessen werden, dass wichtige Trends wie die Keilhose von Maria Bogner und die Capri Hose der Designerin Sonja de Lennart von München aus die Welt eroberten. Auch findet die zweitgrößte Stoffmesse der Welt, die Munich Fabric Start, zwei mal jährlich in der bayerischen Metropole statt. Was München, entgegen der Vorurteile, sehr wohl zu einer Modestadt macht. Überall in München sprießen in den letzten Jahren kreative Neueröffnungen aller Art aus dem Boden. Egal ob Cafés, Galerien oder Shops – sie alle haben eines gemeinsam: sie sind nicht spießig und bling bling. Beispielsweise die Galerie „The YellowKorner“ in der Sendlinger Straße, bei der Kunst auf Fotografie trifft und man Poster, Kunstdrucke sowie Postkarten kaufen kann. Auch das Streetwear Label „Weekday“ hat sich am zweiten November mit der Eröffnung eines Ladens in der Münchner Innenstadt zum ersten Mal mit einem Store in Süddeutschland niedergelassen. Und auch der Stil der Münchner hat sich in den letzten Jahren dementsprechend geändert. Neben Investionen in moderne Keypieces wie einen hochwertigen Mantel, eine zeitlose Tasche und viel echten Statement Schmuck macht neuerdings auch ein Griff in Omis Kleiderschrank den besonderen Look perfekt. Wir sind für euch auf den Straßen Münchens unterwegs und nehmen die verschiedensten Menschen und Stile der Stadt genauer unter die Lupe. Freut euch also auf die nächsten Posts!

 

 

Ein Gedanke zu „Perlenketten, Echtpelz und LV Taschen – eine Stadt zwischen Stereotyp und Realität“

  1. Es ist sehr interessant zu erfahren, dass einige weltweite Trends tatsächlich aus München kommen. Man muss sich unbedingt frei machen von den ewigen Vorurteilen, die oft zu Falsch-Einschätzungen führen. Außerdem merkt man bei dem Beitrag auch, dass sich das Stadtbild Münchens definitiv ändert. Mit vielen Fakten und anschaulichen Beispielen überzeugst du mich, dass München mehr kann als nur „Schicki-Micki“!
    Liebe Grüße,
    Anna-Lena von Base089 🙂

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